Hintergrund

Der eGovernment MONITOR 2017 ist eine Studie der Initiative D21 und fortiss GmbH - Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern, An-Institut Technische Universität München - durchgeführt von Kantar TNS und unterstützt durch zahlreiche Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kern der Studie: Die Untersuchung liefert seit 2011 jährlich ein umfassendes Bild über die aktuelle E-Government-Situation in Deutschland. Dazu gehören neben Nutzung, Zufriedenheit, Treibern und Barrieren auch die Evaluierung verschiedener E-Government Möglichkeiten sowie Einstellungen der Bürger. Im Jahr 2017 werden Österreich und die Schweiz als Vergleichsländer herangezogen.

Definition E-Government: Unter E-Government verstehen wir Informationen und Dienste vonBehörden und öffentlichen Einrichtungen (Kommune, Stadt, Landkreis, Bundesland etc.), die überdas Internet genutzt werden können, wie z.B. elektronische Steuererklärung (ELSTER) Informationenzu Zuständigkeiten von Ämtern, Kita-Finder, Abmeldung eines Fahrzeugs oder Müllkalender.

Fragebogenanpassung 2017: Um spezifischere Aussagen treffen zu können sowie aktuellen Entwicklungen und Diskussionen gerecht zu werden, wird der Fragebogen jährlich im Partnerkreis überarbeitet und angepasst. Aus diesem Grund sind an manchen Stellen Vergleiche der Werte mit den Vorjahresergebnissen nicht oder nur eingeschränkt möglich. Betreffende Stellen sind in der Publikation entsprechend gekennzeichnet.

 

 

Ein gedrucktes Exemplar des eGovernment MONITOR 2017 kann gegen Zusendung eines frankierten Rückumschlages (DIN A4, 1,45 Euro) kostenfrei bei der Initiative D21 bestellt werden.

Zentrale Ergebnisse 2017

  • Die Nutzung von e-Government stagniert in Österreich, Rückgang in Deutschland und der Schweiz.
  • In allen Ländern konnte die Bekanntheit deutlich gesteigert werden, trotzdem erreichen digitale Verwaltungsangebote nur knapp die Hälfte der Onliner. Weitere bedeutende Nutzungs-Barrieren sind eine mangelnde Durchgängigkeit und die Anschaffung zusätzlicher Hardware.
  • Die Zufriedenheit mit den digitalen Verwaltungsangeboten nimmt in Deutschland, der Schweiz und Österreich wieder spürbar ab. Umfang und Ausgestaltung der Online Dienste können mit den wachsenden Ansprüchen einer digitalisierten Gesellschaft nicht Schritt halten.
  • Zu einer stärkeren Nutzung können die Befragten nur durch einen konkreten Mehrwert bewegt werden, am ehesten in Form von Zeit- oder Gebührenersparnissen.
  • Die Internetseiten der Verwaltung spielen mittlerweile bei der Suche nach Bürgerinformationsdiensten eine fast ebenso große Rolle wie Suchmaschinen. Hier werden die Onliner auch am ehesten auf die einzelnen Angebote aufmerksam.
  • Eine moderne Behörde stellen sich die Onliner flexibler und schneller vor mit durchgängig digitalen Prozessen und einer zentralen Anlaufstelle im Internet.
  • Einer automatischen Datenweitergabe innerhalb der Behörden ("Once-Only"-Prinzip) gegenüber bestehen noch große Vorbehalte über alle Länder hinweg, am größten sind diese in Deutschland. Eine EU-weite Datenweitergabe oder einen Austausch mit außerstaatlichen Instanzen will nur einer von zehn Befragten, Hauptsorge dabei ist die Datensicherheit.
  • In Deutschland haben Datenschutzbedenken gegenüber dem Vorjahr wieder zugenommen, sie stehen einer häufigeren Nutzung von E-Government-Angeboten und einer größeren Aufgeschlossenheit gegenüber dem "Once-Only"-Prinzip tendenziell im Weg.
  • Grundsätzlich erwarten die Onliner in allen drei Ländern ein hohes Sicherheitsniveau, wenn es um die Legitimierung bei bestimmten Diensten im Internet geht, wobei Österreicher hier die höchsten Anforderungen haben. Dabei ist das Sicherheitsbedürfnis umso stärker ausgeprägt, je sensibler die betroffenen Daten sind.
  • Bei der Nutzung und Nutzungsfähigkeit (Freischaltung, Besitz Lesegerät) des nPA konnten im vergangenen Jahr keine Fortschritte erzielt werden. 

Projektleitung

Prof. Dr. Helmut Krcmar
fortiss GmbH

t  +49 89 360 35220
e  krcmar(at)fortiss.de

 

Dr. Cigdem Akkaya Türkavci
Technische Universität München

t  +49 89 289 19507
e  cigdem.akkaya(at)tum.de

Lena-Sophie Müller
Initiative D21

t  +49 30 52687-2252
e  lena-sophie.mueller(at)initiatived21.de

Michael Boberach
Kantar Deutschland GmbH

t  +49 89 5600 1390
e  michael.boberach(at)tns-infratest.com

Stefanie Exel
Kantar Deutschland GmbH

t  +49 89 5600 11116
e  stefanie.exel(at)tns-infratest.com


Projektpartner

Schirmherr:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik

 

Fachlicher Premium Partner:

Nationales E-Government Kompetenzzentrum NEGZ e.V.

 

Premium Partner:

DXC Technology Company

 

Classic Partner:

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat,

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

KPMG Deutschland,

Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH (RZRS)

 

Partner:

Bundeskanzleramt Österreich,

Geschäftsstelle E-Government Schweiz 

 

Unterstützer:

Deutscher Landkreistag,

Deutscher Städte- und Gemeindebund,

Technische Universität München - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik,

KANTAR TNS

Herausgeber

Initiative D21 e.V.,

fortiss GmbH, Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern, An-Institut Technische Universität München

Methodensteckbrief des eGovernment MONITOR 2017

Grundgesamtheit: Personen in Privathaushalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab 18 Jahren, die das Internet privat nutzen.

Auswahl: Online-Panel; Daten gewichtet nach zentralen Merkmalen (Geschlecht, Alter, formale Bildung).

Erhebungsmethode: Durchführung als Onlinebefragung [computergestütztes Webinterview (CAWI), KW 28 bis KW 30 2017].

Auswahl Interviews: Durchführung von 1.000 Interviews in Deutschland (DE), 1.003 Interviews in Österreich (AT) und 1.013 in der Schweiz (CH).

Repräsentative Erhebung: Die Ergebnisse sind auf die Grundgesamtheit übertragbar.

Darstellung Prozentwerte: Die Summe einzelner Prozentwerte kann aufgrund von Rundungen von 100 Prozent abweichen.