Datenschutzbedenken bei der Umsetzung des
"Once-Only"-Prinzips ernst nehmen

"Once-Only - jeder Dritte befürwortet es. Im digitalen Zeitalter erleichtern viele Angebote, die das Internet ermöglicht hat, den Bürgern/Innen die Gestaltung ihres Lebensalltags. Allein die Verwaltung in Deutschland hinkt hinterher. Ein wesentlicher Schritt zum modernen E-Government könnte ein konsequent umgesetztes Once-Only-Prinzip werden. Diese von der EU-Kommission geplante Dienstleistung sieht vor, dass Daten, die Bürger an Behörden weitergeben, nur einmal übermittelt werden müssen. Im Bedarfsfall werden sie automatisch an andere Ämter weitergeleitet. Etwa ein Drittel der für den eGovernment-Monitor 2017 Befragten Onliner findet das gut. Diese Methode spart allen Seiten Zeit undMehrarbeit.Bedenken im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit hemmen die zügige Umsetzung des Once-Only-Prinzip. Die Verwaltung ist hier gefordert, durch eine aktive Informations-und Kommunikationspolitik derartige Bedenken zu zerstreuen. Sie ist gefordert, die Bürger von der Sorgfalt zu überzeugen, mit der bei modernem E-Government sensible Daten behandelt werden."

 

                                                                              eGovernment MONITOR 2017 S. 35


Matthias Kammer

Co-Vorsitzender, Nationales E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) e.V.