Grußwort des Schirmherren

Im Fokus: Nutzerfreundlichkeit und Bedarfsorientierung

„Der eGovernment MONITOR legt in diesem Jahr wieder ein umfassendes Bild zur Nutzung und Akzeptanz von digitalen Behördendiensten vor. Um es gleich vorweg zu sagen: Einige Ergebnisse sind auf den zu langsam erfolgten Ausbau der digitalen Verwaltungsangebote in den letzten Jahren zurückzuführen. So ist die E-Government-Nutzung in Deutschland aktuell leicht rückläufig.

Ersichtlich ist aber auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn die Nutzungsbarrieren sinken. Zwar ist die mangelnde Bekanntheit von Online-Angeboten weiterhin die größte Hürde, aber der Langfristtrend belegt: Ihre Bekanntheit ist über die Jahre deutlich gestiegen - jeder zweite Onliner kennt sie mittlerweile. Auch die Zufriedenheit mit den bestehenden digitalen Angeboten steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr.

Seit Inkrafttreten des Onlinezugangsgesetzes im Sommer 2017 erfolgt die Digitalisierung der Verwaltung auf allen föderalen Ebenen schneller. Zahlreiche Vorarbeiten der großen OZG-Umsetzungsvorhaben Portalverbund und Digitalisierungsprogramm werden derzeit abgeschlossen. Die ersten Pilotierungen, etwa bei der technischen Infrastruktur für den Portalverbund, beginnen. Das neue lebens- und geschäftslagenorientierte Verwaltungsportal des Bundes ist seit September als BETA-Version im Internet erreichbar und zeigt mit Anschauungsbeispielen, wie das Portal später genutzt werden kann. Sein Ausbau erfolgt schrittweise. Zum Beispiel wird im Frühjahr 2019 das Nutzerkonto Bund für BürgerInnen sowie Unternehmen ergänzt.

Es wird sicher noch etwas dauern, bis die deutsche Verwaltung im eGovernment MONITOR wesentlich bessere Resultate erzielt. Aber ich bin zuversichtlich, dass Bund, Länder und Kommunen in Zukunft BürgerInnen wie auch Unternehmen mit ihren digitalen Angeboten überzeugen können. Denn alle Aktivitäten im Rahmen der OZG-Umsetzung zielen darauf, nutzerfreundliche und am Bedarf der BürgerInnen und Unternehmen orientierte Lösungen zu realisieren.“

 

eGovernment MONITOR 2018 S. 5

Klaus Vitt
Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat